Neues grosses I-Ambi im KSSG

Der Startschuss zum Umbau im Haus 03 Erdgeschoss von bestehenden Räumlichkeiten in ein neues interdisziplinäres Ambulatorium auf einer Fläche von etwa 2'800 m2 ist erfolgt. Ein spannendes Projekt mitten im Campus - eine Herausforderung für alle Beteiligten mit diversen interessanten Schnittstellen. Das Haus 03 bietet ideale Rahmenbedingungen für die strategisch langfristige Implementierung einer grossen, offenen und flexiblen Ambulatoriumsstruktur. Auch nach Fertigstellung der Neubauten liegt das Haus 03 im Zentrum des Spitalareals, im direkten Anschluss an den Spitalhof und in kürzester Entfernung zur neuen Eingangshalle im 07A. Um dieser strategisch wichtigen Fläche, wo heute u.a. noch sehr viele Büros untergebracht sind, gerecht zu werden, hat das Projekt die Optimierung und die Auslegung des Geschosses für medizinische Nutzung zum Ziel. Dafür werden die bereits heute dort angesiedelten Sprechstundenbereiche der Orthopädie, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Urologie neu angeordnet und zusätzlich die prästationäre Abklärung ("präAmbi" bestehend aus PAS und pflegerischer Vorbereitung) implementiert. Die Intention der Schaffung des iAmbis und präAmbis liegt in der innovativen medizinischen Versorgung und unter der Prämisse "das Spital kommt zum Patienten".

Mit einem modularen Aufbau soll das Ambulatorium flexibel und interdisziplinär langfristig genutzt werden können. Dabei gehören zu jedem Modul gewisse Funktionsräume, wie ein Stützpunkt, wo Patienten sich anmelden und Wartebereiche (privat / halbprivat), Nebenräume, wie Lager und ein Ausguss und eine genau berechnete Anzahl an standardisiert ausgestatteten Untersuchungszimmern. Darüber hinaus gibt es in jedem Bereich Spezialräume, die u.a. kleine Eingriffe zulassen. Neben der individuellen Ausstattung, die mit den Nutzern erarbeitet wurde sorgen jedoch auch hier standardisierte Ausstattungsmerkmale wie z.B. ein ableitfähiger Boden und die Ermöglichung der Benutzung von mobilen Röntgengeräten für grösstmögliche Flexibilität. Spezialräume sind u.a. Interventionsräume, Gipszimmer und Räume für spezifische urologische Behandlungen. Ein Kontingent interdisziplinär nutzbarer Untersuchungs- und Behandlungszimmer und ein grosser OpenSpace für administrative Tätigkeiten und Sitzungen bzw. Rapporte unterstreichen den zukunftsweisenden Charakter des Projektes.

Aufgrund der spezifischen Lage im Haus – vor allem der ersten Etappe – direkt unter elf Operationssälen und ein Geschoss über einer grossen Fläche des Notfalls wurde parallel ein Teilprojekt lanciert, dass die betrieblichen Auswirkungen der Umbautätigkeiten untersucht und allfällige organisatorische wie auch bauliche Gegenmassnahmen erarbeitet. Zeitgleich wurde die Bearbeitung am Bauprojekt mit Planern und Nutzer begonnen. Während sich das Grobkonzept noch mehrheitlich mit baulich allgemeinen Fragestellungen auseinandergesetzt hat, wurden im Detailkonzept die bisherige Planungen auf Raumebene ausgeweitet, die haustechnischen Konzepte in Zusammenarbeit mit den Fachplanern weiter vertieft und mit den Nutzern die betrieblichen Abläufe überprüft, präzisiert sowie die einzelnen Raumabwicklungen planerisch festgehalten.